Praxiszeitung: Aktuelles aus Ihrer Praxis

Sodbrennen - eine Volkskrankheit?

Viele kennen die Beschwerden: Nach einem üppigen und fetten oder auch süßen Essen rächt sich der Körper mit Sodbrennen, d.h. einem sauren Aufstoßen, der sogenannten Refluxkrankheit. Auch heute leiden noch sehr viele Menschen hierunter, obwohl die Krankheit gut behandelt werden kann.  Was ist die Ursache von Sodbrennen?

Im Magen besteht zur Verdauung der Speisen ein sehr saures Milieu; es befindet sich im Magen ätzende Salzsäure, die stärker sauer ist als konzentrierte Essigsäure. Die Schleimhaut des Magens verträgt diese Säure jedoch normalerweise sehr gut, da sie spezielle Schutzmechanismen gegen die Säure hat.

Damit die Säure auch sicher im Magen bleibt, ist dieser durch einen Schließmuskel von der Speiseröhre abgetrennt.

Beim Sodbrennen funktioniert dieser Schließmechanismus jedoch nicht mehr richtig. Dadurch kann ätzende Magenflüssigkeit in die Speiseröhre fließen. Die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre, die im Gegensatz zum Magen keinen Schutzmechanismus besitzt, wird dadurch immer wieder gereizt, bis sie sich entzündet. Es können bei dauerhafter Reizung sogar schwerwiegende Veränderungen der Schleimhaut bis hin zu bösartigem Speiseröhrenkrebs entstehen. Die Stärke der Schleimhautentzündung bzw. der Schleimhautveränderungen geht oft nicht parallel zu der Beschwerdestärke. So gibt es Menschen, die kaum Sodbrennen haben, aber schon eine fortgeschrittene Entzündung mit – zumeist gutartigen - Gewebeveränderungen haben. Andererseits gibt es Patienten mit relativ starkem Sodbrennen, bei denen die Schleimhaut nur wenig beeinträchtigt ist. Wieder andere Menschen spüren den Säurerückfluss nur durch ein Druckgefühl im Oberbauch.

Daher ist eine klare Diagnostik durch Betrachten der Schleimhaut wichtig, um festzustellen, wie stark die Schleimhaut durch die Säure geschädigt ist, und um dann die Refluxkrankheit individuell optimal behandeln zu können.

Wie kann das Sodbrennen festgestellt werden?

In den meisten Fällen merkt der Patient selbst das Sodbrennen in Form von saurem Aufstoßen. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen die Säure nur im Liegen während des Schlafens in die Speiseröhre gelangt, da jetzt die Wirkung der Schwerkraft entfällt. Dann ist es möglich, dass der Betroffene z.B. nur morgendliche Heiserkeit oder morgendlichen Hustenreiz verspürt. 

Um einen Rückfluss von Säure in die Speiseröhre und vor allem den Grad der Schädigung der Speiseröhrenschleimhaut festzustellen, ist die wichtigste Untersuchungsmethode die Magenspiegelung.

Magenspiegelung - was ist das?

Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist eine schonende und risikoarme Untersuchungsmethode. Sie wird mit Hilfe eines dünnen, biegsamen Schlauchs mit einer Lichtquelle, Optik und einem „Arbeitskanal“ durchgeführt. Hiermit kann der Arzt die gesamte Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm ansehen und die Ausprägung der Erkrankung beurteilen. Gleichzeitig können schmerzlos Gewebeproben entnommen werden.

Zu Beginn der Untersuchung bekommt der Patient ein Mittel zu trinken, damit der Magensaft bei der Untersuchung nicht stört. Dann wird ihm ein lokal betäubendes Mittel in den Rachen gesprüht. Meist führen wir die Untersuchung mit einer „Schlafspritze“ durch, damit kein Würgereiz ausgelöst wird. Manche Menschen möchten jedoch die Untersuchung  mitverfolgen und nicht schlafen; auch dies ist möglich.

 

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Sodbrennen behandeln

Leidet ein Patient unter Sodbrennen, dann greift er oft zu alten Hausmitteln, die leider  häufig nur für kurze Zeit die Beschwerden lindern. Damit keine schwerwiegenden Folgeerkrankungen entstehen, ist jedoch eine ärztliche Behandlung notwendig. Diese besteht in erster Linie in modernen säureblockierenden Medikamenten, die eine Wirkdauer von 24 Stunden haben und daher auch während des Schlafes schützen.

Der Patient kann jedoch außerdem selbst einiges tun, um das Sodbrennen zu lindern! Vor allem sollten bestimmte Speisen, die sog. „Säurelocker“, gemieden werden. Hierzu gehören Kaffee, scharfe Gewürze und fettes Essen sowie Süßigkeiten. Auch Alkohol ist schädlich, denn dieser lässt den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre erschlaffen und fördert daher ebenfalls das Sodbrennen. Auch Rauchen führt zu einer Verstärkung von Sodbrennen. Leidet man unter Sodbrennen, dann sollten die Mahlzeiten kleiner ausfallen, weil bereits durch den erhöhten Druck im Magen die Säure in die Speiseröhre gedrückt wird. Es gilt also für Patienten mit Sodbrennen die Regel: lieber mehrere kleine Mahlzeiten als wenige große. Ähnlich ist es auch bei übergewichtigen Menschen. Hier drückt der Bauch auf den Magen und damit dann auch die Säure in die Speiseröhre. Abzunehmen ist also, wenn man unter Sodbrennen leidet, sehr gut. Jedes Kilo weniger nimmt etwas Druck aus dem Bauchraum weg. Letztendlich ist es natürlich auch wichtig, Stress abzubauen und sich zu entspannen, weil auch Stress zu einer erhöhten Säureproduktion führen kann. Kommt es dennoch in der Nacht zu Sodbrennen, kann man das Kopfende etwas höher stellen, um so mechanisch den Rückfluss der Säure zu verhindern.

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Grippeimpfung - ist das nötig?

Mit Beginn der Herbst- und Winterzeit wird in den Zeitungen und Praxen wieder zur Impfung gegen Grippe aufgerufen.

Wann sollte sie erfolgen?

Die Impfung gegen die saisonale Grippe (Influenza) muss jedes Jahr neu durchgeführt werden, weil sie jedes Jahr an die aktuelle Virensituation angepasst wird. Die Viren ändern sich leider so schnell, dass man nicht auf den Schutz des vergangenen Jahres trauen kann. Geimpft werden sollten alle Personen über 60 Jahre, aber auch alle jüngeren Menschen und sogar Kinder, Jugendliche und Schwangere, wenn sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:

  • chronische Krankheiten der Atmungsorgane wie Asthma oder COPD
  • Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten
  • Diabetes (Zuckerkrankheit) oder andere Stoffwechselkrankheiten
  • chronische neurologische Krankheiten wie z.B. Multiple Sklerose
  • angeborene oder erworbene Immundefekte und HIV-Infektionen

Außerdem wird die Grippeimpfung bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen und medizinischem Personal empfohlen. Personen, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben oder die einen anderen Erkrankten betreuen und so eine Infektionsquelle sein könnten, sollten ebenfalls geimpft werden .

 

Geimpft werden sollte am besten rechtzeitig zu Beginn der Grippesaison, d.h. im Oktober oder November, man kann aber auch noch später im Jahr impfen. Es dauert ca. 2-3 Wochen, bis der Impfschutz voll aufgebaut ist.

 

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Allergie - was ist das?

Immer mehr Menschen leiden an Allergien. Zur Zeit ist in Deutschland beinahe jeder fünfte Einwohner davon betroffen.

Das Immunsystem schützt uns Menschen normalerweise vor Erkrankungen. Bei einer Allergie läuft hierbei jedoch etwas schief. Stoffe, die für den Menschen eigentlich ganz ungefährlich sind, lösen plötzlich Krankheiten aus. Das Immunsystem reagiert dann auf die sogenannten Allergene, ähnlich als wären sie Bakterien oder Viren,  mit der Freisetzung von Botenstoffen, die eine Entzündung auslösen. So vielfältig das Immunsystem ist, so vielfältig sind auch die Arten von Allergien bzw. deren Auslöser.

 

Am häufigsten leiden die Menschen unter Heuschnupfen (sog. Allergische Rhinokonjunktivitis). Auslöser sind dabei vor allem Pollen, aber auch Hausstaubmilben (genauer gesagt: Milbenkot), Tiere (hierbei Speichel, Schweiß oder Hautschuppen der Tiere) und Schimmelpilze. Das Allergen gelangt auf die Schleimhaut der Nase und der Augen und löst dort die Entzündungsreaktion aus. Folge sind juckende, rote und tränende Augen, Niesattacken, eine verstopfte Nase oder Fließschnupfen. Wenn das Immunsystem besonders empfindlich ist, kann die Schleimhaut der Bronchien (Lunge) mit einer Entzündung reagieren, da die Allergene durch Einatmen bis dorthin gelangen. Der Mensch reagiert mit einem allergischen Asthma.

Das Typische einer solchen Allergie ist, dass die Entzündung immer sehr schnell entsteht. Man spricht daher von einer Allergie vom „Soforttyp“.

Eine gefährliche Variante dieser Allergie ist die Insektenstichallergie mit heftigen Reaktionen des gesamten Körpers auf z.B. Wespen oder Bienen. Die Allergie ist so stark, weil das Insektengift durch den Stich direkt ins Blut gelangt.

Bei einer Allergie auf Nahrungsmittel oder Medikamente gelangt das Allergen  meistens über den Darm in die Blutbahn. Auch hier kann es daher zu Reaktionen des gesamten Organismus kommen. Es finden sich vor allem Hautausschläge bei der Medikamentenallergie, während sich bei einer Nahrungsmittelallergie  vor allem heftiges Erbrechen und Durchfall zeigt.

Neben diesen Allergien vom Soforttyp gibt es aber auch noch allergische Reaktionen, die deutlich verzögert auftreten. Hierzu gehört die sog. Kontaktallergie. Die allergische Reaktion wird hier durch einen engen Kontakt der Haut mit der Substanz ausgelöst. Diese Stoffe können aus allen Lebensbereichen kommen - sei es Kosmetik (z.B. Duftstoffallergie), Schmuck (z.B. Nickelallergie), Arbeitsstoffe wie Mörtel und Beton oder Haushaltschemikalien. Die Haut reagiert mit Rötung, Juckreiz und Schuppung. Da diese Reaktion recht lange braucht,  um sich zu entwickeln, handelt es sich um eine Allergie vom  „verzögerten Typ“.

 

Wie können Allergien vom Arzt festgestellt werden?

Zur Bestätigung der Diagnose Allergie muss vom Arzt ein Allergietest durchgeführt werden. Je nachdem, welche Form der Allergie vermutet wird, stehen dabei unterschiedliche Testmethoden zur Verfügung:

 

Der sog. „Prick-Test“ ist eine Untersuchungsmethode um eine Allergie vom Soforttyp festzustellen. Kleine Tröpfchen verschiedener möglicher Allergene werden auf den Unterarm getropft und dann mit einer speziellen Lanzette jeweils Tropfen für Tropfen die Haut angepiekst, so dass die Haut mit dem Allergen reagieren kann. Bereits nach 20 Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden. Ist eine Allergie vorhanden, entsteht um die Einstichstelle ein roter Hof; ist die Haut reizlos, besteht keine Allergie.

 

Der sog. „Epicutantest“ ist dagegen wesentlich aufwändiger. Mögliche Allergene werden auf spezielle Pflaster aufgetragen, die Pflaster werden dann auf den Rücken des Patienten geklebt. Das Allergen hat so einen langen,intensiven Kontakt mit der Haut. Es sollen Auslöser der allergischen Kontaktdermatitis gefunden werden. Nach 24 Stunden Kontaktzeit wird das Pflaster bis auf einen kleinen Markierungsstreifen abgelöst. Da es sich um die Testung der Allergie vom verzögerten Typ handelt, erfolgen noch Ablesungen auf Hautreaktion bis zu 4 Tage nach Aufkleben des Pflasters.

Letztendlich lassen sich auch über das Blut zahlreiche Allergien nachweisen. Diese Methode ist vor allem bei Verdacht auf eine Medikamentenallergie wichtig.

 

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Krebsvorsorgeuntersuchungen - sind sie wirklich so wichtig?

Krebserkrankungen können in jedem Lebensjahr auftreten, besonders häufig sind diese Erkrankungen jedoch im höheren Lebensalter.

Empfohlen werden die

  • Hautkrebsuntersuchung ab dem 35. Lebensjahr alle 2 Jahre
  • Krebsvorsorge für Frauen ab dem 20.Lebensjahr jährlich, ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich Brustkrebsvorsorge
  • Krebsvorsorge für Männer ab dem 45. Lebensjahr jährlich
  • Darmkrebsfrüherkennung mit Stuhlbriefchen ab 50. Lebensjahr jährlich bis zum 55. Lebensjahr
  • Mammographiescreening (Röntgenuntersuchung der Brust) alle 2 Jahre bis zum Ende des 70. Lebensjahres
  • Darmkrebsvorsorge mit Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr, alle 10 Jahre, wenn sich bei der Untersuchung kein krankhafter Befund ergeben hat. Sollte bei einer Untersuchung ein auffälliger Befund erhoben werden, sind diese Untersuchungen, je nach Ergebnis, natürlich häufiger.

Was gehört zu einer Vorsorgeuntersuchung dazu?

 

Beim Hautkrebsscreening untersucht der Arzt die ganze Haut und betrachtet einzelne Hautstellen mit einer Speziallupe (Dermatoskop). 

Neben dem gefährlichen „schwarzen Hautkrebs“ (malignes Melanom) können so auch Formen des sog. „weißen Hautkrebses“ wie Basaliom oder Spinaliom und vor allem auch Frühformen erkannt werden. Vor allem durch häufige Sonneneinstrahlung wird die Haut strapaziert und es können Veränderungen entstehen.

Haben Sie Hautveränderungen entdeckt? Dann fragen Sie gerne!

 

Bei der Männerkrebsvorsorge werden nach einem Gespräch über eventuell vorliegende Beschwerden die Leistenregion und die Genitalorgane untersucht. Dabei ist es auch erforderlich über den Enddarm die Prostata (Vorsteherdrüse) abzutasten. Diese Untersuchung ist entgegen häufigen Befürchtungen nicht schmerzhaft! Wichtig ist diese Untersuchung, weil sich Prostatakrebs in den äußeren und damit tastbaren Bezirken zuerst bildet.

Leider wird von den Krankenkassen eine Blutuntersuchung auf den Tumormarker PSA nicht bezahlt. (Die Krankenkassen übernehmen diese Leistung nur, wenn der Patient bereits an Prostatakrebs erkrankt ist!). Von ärztlicher Seite wird diese Zusatzuntersuchung jedoch empfohlen, da so noch viel frühere Krebsformen entdeckt werden können. Auch eine Ultraschalluntersuchung gehört leider nicht mit zur Kassenleistung bei der Krebsvorsorgeuntersuchung. Wir bieten Ihnen diese Zusatzleistungen zu einem ermäßigten Gebührensatz an, da wir von der Notwendigkeit für jeden Patienten überzeugt sind. Bei Interesse fragen Sie gerne nach dem Flyer „Gesundheitscheck und Krebsvorsorge“.

 

Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs hat sich in Deutschland in den letzten Jahren zu einer der häufigsten Krebsarten entwickelt. Früher gab es zur Darmkrebserkennung nur die Briefchen auf verstecktes Blut im Stuhl. Sollte sich dann ein positiver Befund herausstellen, d.h. wird Blut nachgewiesen, kann aber auch schon ein größerer Tumor gewachsen sein. Es blutet leider vor allem das bösartige Geschwür. Bei der Stuhluntersuchung handelt es sich daher eigentlich nicht um eine „Vorsorge“untersuchung.

 Glücklicherweise kann der Darmkrebs aber durch Vorsorge in seinen Vorstufen, den sog „Polypen“ bereits gut behandelt werden. Hierfür ist eine Darmspiegelung (sog. Coloskopie) notwendig. Nach gründlicher Darmreinigung mit einem Spezialgetränk untersucht der Arzt den Darm mit einem flexiblen Schlauch (Endoskop) an dessen Ende sich eine Kamera befindet. So kann er die ganze Schleimhaut des Darmes betrachten Sollte er eine auffällige Stelle wie z.B. einen Polypen finden, so hat er die Möglichkeit, mithilfe dieses Endoskops den Polypen zu entfernen. Dieser wird dann anschließend feingeweblich untersucht, damit man wirklich sicher ist, ob es ein gutartiger Polyp oder Krebs ist. Die Darmspiegelung ist nicht schmerzhaft, da der Patient während der Untersuchung schläft.

Eine solche Darmspiegelung sollte ab dem 55. Lebensjahr und eine zweite dann  10 Jahre später durchgeführt werden. Eine so lange Zeitspanne ist ausreichend, da Polypen recht langsam wachsen. Bestehen allerdings zusätzliche Risikofaktoren, sind kürzere Abstände nötig.

Was sind solche Risikofaktoren?

Ein erhöhtes Darmkrebsrisiko haben

  • alle, bei denen Eltern oder Geschwister an Darmkrebs erkrankt waren oder sind
  • Diabetiker
  • Menschen mit Immunschwäche / Erkrankungen des Immunsystems oder Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken

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Wie kann eine Allergie behandelt werden?

Zur Behandlung einer Allergie stehen dem Arzt zahlreiche Medikamente zur Verfügung. Dabei ist natürlich zum einen wichtig, um welche Allergieform es sich handelt,  und zum anderen, wie ausgeprägt die allergische Reaktion ist.

 

Der Heuschnupfen wird in der Regel zunächst mit antiallergischen Augentropfen und antiallergischem Nasenspray behandelt. Reicht diese harmlose örtliche Behandlung nicht aus, wird ein sog. „Antihistaminikum“ in Tablettenform dazugegeben. Ist die Allergie so stark, dass dann weiterhin Beschwerden bestehen, kommen kortisonhaltige Nasensprays und evtl. Kortison in Tablettenform zum Einsatz.

Bei schweren Allergieformen wie der Medikamentenallergie kommen meistens gleich Antihistaminika und Kortison zum Einsatz, um schwere Reaktionen abzuwenden.

 

Bei der Kontaktallergie kommen ebenfalls Kortisonpräparate zum Einsatz - in diesem Fall in Fom von Kortisoncremes oder Kortisonsalben. Natürlich ist es vor allem wichtig, dass der Körper keinen Kontakt mehr zum Auslöser hat.

Es gibt allerdings auch Behandlungsmethoden, um den Körper zumindest zum Teil von seiner allergischen Übererregbarkeit zu befreien. Gemeint sind die sog. „Hyposensibilisierungsbehandlungen“. Hierbei wird dem  Patienten das Allergen in langsam ansteigenden Mengen  zugeführtt, so dass sich der Organismus sozusagen daran gewöhnt. Die Standardmethode ist dabei bis heute die Spritzenmethode: kleinste Mengen der speziell für den Patienten zubereiteten Lösung  werden vom Arzt unter die Haut gespritzt. Der Patient bleibt zur Sicherheit nach der Spritze noch eine halbe Stunde in der Praxis, da ganz selten durch die Spritze schwere allergische Reaktionen ausgelöst werden. Die Spritzen werden anfangs wöchentlich und später nur noch alle 4 Wochen gegeben über einen Zeitraum von 3 Jahren; es gibt dabei jedoch je nach Allergie und Präparat auch andere Zeitvorgaben. 

Eine Alternative ist die tägliche Einnahme des speziell zubereiteten Allerges, ebenfalls in zunächst ansteigender Dosierung. Dies kann zuhause erfolgen und wird vor allem bei kleineren Kindern oder Menschen mit Spritzenangst empfohlen. Diese Methode ist leider weniger wirksam.

 

Neben diesen schulmedizinischen Behandlungsmethoden gibt es noch sog. alternative Behandlungsmethoden zur Behandlung von Allergien: hierzu gehören v.a. die homöopathische Therapie und die Akupunktur.

 

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